Ein Schockmoment, der uns verbindet

Wir sind seit fast vier Jahren in derselben Klasse – und kennen uns trotzdem nur oberflächlich. Doch 2007, auf unserer Sprachreise nach Málaga, passiert etwas, das alles verändert: Eines Abends schleichen wir uns mit ein paar Freunden heimlich an den Strand. Plötzlich werden wir von einer Gruppe junger Spanier attackiert – sie werfen mit Glasflaschen und Steinen nach uns, wir rennen um unser Leben. Zum Glück geht alles glimpflich aus. Aber dieses Erlebnis schweißt uns zusammen …

und wir lernen uns endlich besser kennen.

In Linz beginnt's

Unser erster Kuss lässt nicht lange auf sich warten – und ab da verbringen wir unsere Nachmittage nur noch gemeinsam und machen Linz unsicher. Weil Doris’ letzter Bus nach Hause immer zu früh fährt, schmuggeln wir sie heimlich ins Internatszimmer, machen die Nacht durch oder schlafen in ihrem kleinen Clio.

Unsere erste gemeinsame Reise als Backpacker durch Thailand & Malaysia entfacht ein Reisefieber, das bis heute anhält. Von da an zieht es uns jedes Jahr in ein neues Land – so günstig, abenteuerlich und nah an Menschen und Tieren dran, wie nur möglich.

Backpacking

Was wir beim Schlafen einsparen – also Luxus pur! – stecken wir in Erlebnisse, unter anderem in unsere ersten Tauchgänge.

Wochenenden in Rot

Nach der Matura startet Matthias seinen Zivildienst als Sanitäter beim Roten Kreuz – wo er bis heute freiwillig im Einsatz ist. Doris beginnt währenddessen schon ihr Studium in Salzburg, lässt sich aber schnell begeistern, ebenfalls freiwillige Sanitäterin zu werden. Und so verbringen wir nun viele unserer Wochenenden gemeinsam in Rot.

Huch – wir sind in Puch!

Der Zivildienst versetzt unsere Bildungswege zeitlich ein wenig. Doris ist schon ein Jahr im MultimediaArt-Studium, als Matthias ebenfalls nach Salzburg zieht und denselben Weg einschlägt. Weil es im Studentenheim aber nur Einzelzimmer gibt, machen wir kurzerhand ein Wohn- und ein Schlafzimmer aus unseren beiden. Trotz unterschiedlicher Jahrgänge arbeiten wir viel an gemeinsamen Projekten. Die Berge rund um den FH Campus in Puch Urstein wissen wir zu dieser Zeit noch nicht zu schätzen und sehnen uns mehr nach ‚City Life‘.

Tauschen Landluft gegen Großstadt

Wir ziehen nach Wien – in unsere erste gemeinsame Wohnung direkt am Gürtel. Und hier genießen wir die Vorzüge der Großstadt in vollen Zügen: alles ist mit dem Rad erreichbar, die Menschen sind offen, Veggie-Optionen gibt’s an jeder Ecke… und: Lindy Hop! Während wir abends also gerne das Tanzbein „swingen“, gründet Matthias seine Agentur Akkurat und Doris arbeitet bei einer Designagentur im Nachbarbezirk.

Wir holen uns die Welt nach Hause

Wien zieht Reisende aus aller Welt an – und wir laden sie regelmäßig über Couchsurfing zu uns nach Hause ein. So lernen wir die spannendsten Persönlichkeiten kennen. Im besten Fall, wie bei Pedram aus dem Iran, erwidern sie unsere Gastfreundschaft. Jedes Jahr sparen wir unseren gesamten Urlaub zusammen, um möglichst lange unterwegs sein zu können. Doch irgendwann reicht selbst das nicht mehr.

Doris kündigt...

„Hey Bär!“ Ein Jahr auf Weltreise

Unser größtes und aufregendstes Abenteuer, das uns heute noch zum Schwärmen bringt – unsere einjährige Weltreise! Endlich haben wir genug Zeit, auch entlegenere Orte zu entdecken: Alaska und den Norden Kanadas, wo wir Bären beim Fischen beobachten, kleine Inseln im Pazifik, wo wir mit Buckelwalen im Ozean schwimmen, Australiens Westküste, die uns jeden Tag aufs Neue verzaubert… Eine Erinnerung reiht sich an die nächste. Hier entdecken wir auch unsere Freude am Videos produzieren, starten einen YouTube- und Instagram-Kanal und nehmen als „Bugs & Bears“ Interessierte auf unsere Wildtier-Abenteuer mit.

Versteckt im Riff

Wir sind jedes Mal wieder begeistert, was man beim Tauchen an Riffen finden kann – aber die wohl schönste Entdeckung macht Doris während eines Tauchgangs auf den Philippinen: Matthias deutet auf eine ganz besondere Muschel. Darin versteckt: Ein Ring. Unter Wasser kann man ja schlecht „Jaaaa!“ rufen, aber mit einem 👌 war der Heiratsantrag offiziell angenommen. Fun Fact: Matthias plant das Ganze zu unserem 10-jährigen Jubiläum ganz spontan auf der winzigen Insel und hat dementsprechend Schwierigkeiten, einen schönen, schlichten Ring zu finden – deshalb passt dieser wohl locker zweimal an Doris’ Finger. Aber seinen Zweck erfüllt er definitiv!

Tausend Ideenim Kopf

Von unserer Weltreise kommen wir voller Energie und mit tausend Ideen im Kopf zurück. So starten wir eine Tournee mit unserer Multimedia-Show „Hey Bär!“ über unsere Reise. Doris macht sich selbstständig und wird Partnerin bei Akkurat. Und dann können wir es kaum fassen: Wir werden angefragt, für gleich zwei ORF Universum-Dokus über die österreichischen Nationalparks Drohnenaufnahmen zu filmen. Plötzlich stehen wir bei Sonnenaufgang und Minusgraden auf einem Gipfel im Gesäuse und sind einfach nur überwältigt – dieses Gefühl von Freiheit, die Wahnsinns-Aussicht und das auch noch beruflich.

Fühlt sich irgendwie verrückt an, aber genau richtig.

Im Salzkammergut da kann man gut ...

Auf der Weltreise haben wir unsere Liebe zu den Bergen und zum draußen Unterwegssein entdeckt und so zieht es uns wieder Richtung Oberösterreich. Der erste Corona-Lockdown in Wien verstärkt diese Sehnsucht nur noch, und kurz darauf geht’s für uns nach Gmunden. Nicht viel später kaufen wir eine Haushälfte in Altmünster am Traunsee – und auch vier Jahre später fühlen wir uns hier regelmäßig wie im Urlaub. Kein Wunder, wir haben den für uns schönsten Flecken dieser Erde zu unserer Wahlheimat gemacht.

Hoch hinaus

Schon in Wien war Bouldern für uns ein perfekter Ausgleich, aber hier in Oberösterreich – mit den Bergen direkt vor der Nase – packt uns das Kletterfieber so richtig. In der lokalen Kletterhalle beginnen wir bald, Kinder zu trainieren und Kletterkurse anzubieten. Dafür dürfen wir verschiedene Ausbildungen der Naturfreunde absolvieren – ideal für Quereinsteiger wie uns. Besonders das Fels- und Alpinklettern hat es uns angetan, und so führen uns unsere Reisen ab jetzt überall dorthin, wo man gut klettern kann.

Viele erste Male

Wir entdecken immer mehr Bergsportarten für uns: machen gemeinsam erste Hochtouren und sind im Winter mit Tourenski und Splitboard unterwegs. Besonders schätzen wir es, als Selbständige unsere Zeit frei einteilen zu können – so timen wir unseren Arbeitstag, wenn möglich, lieber nach dem Wetter, als nach einem klassischen 9-to-5-Rhythmus.

Ein kleines Leben, das alles verändert

Seit Ende April stellt eine junge Dame unser Leben komplett auf den Kopf. Dass wir ein eingespieltes Team sind, war noch nie so wertvoll, wie in dieser intensiven Zeit als junge Eltern. Den holprigen Start als Familie haben wir – auch dank der großartigen Unterstützung von Familie und Freunden – gut hinter uns gelassen. Jetzt staunen wir jeden Tag, wie schnell sich Mona entwickelt, wie neugierig sie die Welt entdeckt und wie sehr wir als Familie immer weiter zusammenwachsen.

18 Jahre später...

Dass wir uns mit dem Heiraten so lange Zeit gelassen haben, liegt ganz sicher nicht daran, dass wir uns nicht längst sicher sind, dass wir zusammengehören – es war uns einfach nicht so wichtig. Aber jetzt fühlt es sich genau richtig an, unsere kleine Familie auch ganz offiziell zu einer zu machen – und das gemeinsam mit unseren Liebsten und wichtigsten Wegbegleiter:innen zu feiern. Wir haben einen Ort gefunden, an dem nicht nur wir, sondern hoffentlich auch unsere großen und kleinen Gäste sich rundum wohlfühlen: mitten im Grünen, umgeben von Blumen, Wald und Bergen. Hier möchten wir mit euch eine Hochzeit feiern, die ungezwungen, persönlich und ganz wir ist.

Und wir freuen uns riesig darauf!

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